Was ist ein medizinischer Netzwerkisolator?

Ein Netzwerkisolator im medizinischen Bereich dient dem Schutz des Patienten vor Ableitströmen. Die Netzwerkverbindung zwischen einem aktiven Medizinprodukt und einem Ethernet-Netzwerk oder einem Nichtmedizingerät, wie z. B. einem Büro-PC oder Laptop, wird dabei gemäß der Norm IEC EN 60601-1 (3. Ausgabe) für medizinisch elektrische Geräte und Systeme sicher galvanisch getrennt. Das heißt, ein Netzwerkisolator unterbricht alle elektrisch leitenden Verbindungen zwischen der angeschlossenen Netzwerkperipherie und dem angeschlossenen Gerät. Die EN 60601-1 gibt vor, dass Netzwerktrenner innerhalb der Patientenumgebung, oder als Zubehör oder Bestandteil eines medizinisch-elektrischen Gerätes oder Systems, Schutzmaßnahmen zum Patientenschutz (engl. Means Of Patient Protection = MOPP) haben müssen. Gefordert sind 1,5 KV (AC) für ein MOPP und 4 KV (AC) für zwei MOPP. Im Fall von nur einem MOPP muss eine zweite Schutzmaßnahme für das betroffene Gerät getroffen werden, z. B. durch einen festverlegten Potenzialausgleich. Die Baaske Netzwerkisolatoren MI1005 eignen sich im medizinischen Bereich ideal für die normgerechte galvanische Trennung von Ethernet-basierten Signalschnittstellen (SIP/SOPs) und besitzen entsprechend den Anforderungen der IEC 60601-1 zwei unabhängige Schutzmaßnahmen (2 MOPP) zum Patienten.